TEAM 3 scheitert in LE

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HSG Leinfelden-Echterdingen 3 gegen unsere Dritte Männermannschaft am 29.02.20 endete 29:20 (13:12)
 
Treffpunkt 13.00 Uhr vor der Goldäcker-Halle in L-E. Ein letzter Schneerest lag im ewigen Schatten im Norden des Eingangsbereichs. Cotter der 1., Frank8 brachte als Gastgeschenk für Cotter den 1. Armin den 2. mit. Unser Armin, der Weiss der aktuellen Zweiten und der ehemaligen Ersten, sprang am Freitag Abend, nach dem Training der Zweiten auf den Zug der Dritten auf, als zusätzlicher Triebwagen im Angriff und als Abwehrpoller hinten. Danke für diesen netten Zug. Später dann, im Spiel hatte er plötzlich keine Nummer mehr, da sich das Tape, das die Nr.7 anzeigen sollte, nicht gehalten hat. Ein Trikot im Trikotkoffer ohne Nummer ist wie gar kein Trikot, aber das ist eine andere Sache, ein anderes Übel. Der 3. war ein Langer, ja sogar der Längste und Zweitjüngste, der MM, Marcus Maier "Apache"(5), der U21, der aushelfen durfte. Irgendwann traf dann das Geburtstagskind, der "fünfjährige" , unser neuer aus dem Land des Vizeeuropameisters ein, der nur alle 4 Jahre am 29.02. feiern kann. Sein Name ist nicht Dogan, er heißt Dario Sipic (3), um ein für alle Mal mit dem Gerücht aufzuräumen. Auch er ergänzte unsere Truppe die einige Ausfälle zu beklagen hatte. So fehlten Alessandro, Jan Niklas, Mario, Steffen und Steffen, DoDo und die Langzeitausfälle. Einen der nicht vergessen werden darf war unser Houssem, der nach fast 2 Jahren Pause das viel zu enge Team-Trikot überstreifen durfte (übergestreift bekam?) Die restlichen vor der Halle und dem Schneehaufenrest waren die üblichen, der seitherige Stamm der Dritten, mit Ralf im Tor und den Feldakteuren Moritz (3), Christos (1), Tino, Marcel, Mathis (4), Drazen (4) und Lino.
Wenn heute mit diesem zusammen gewürfelten Haufen überhaupt was gehen kann, dann war das nur über eine mannschaftliche Geschlossenheit zu erreichen, so der erste Tenor bei WW-Schorle, Nikotin, Cola, zuckrigen Isogetränken und sonstigem Leistungsfördertem. Mit Spaß an der Freude wollten wir den Tabellenzweiten bekämpfen, ärgern und auch besiegen, was, wie oben schon verraten wurde, nicht gelang. Gründe, ja Gründe findet man danach immer. Vor dem Spiel wären sie wichtiger, aber ungleich schwerer zu finden. Nur sollte man, also wir, nicht gleich nach dem Spiel voreilig und in der ersten Enttäuschung urteilen, von Schuldzuweisungen ganz zu schweigen.
Der Start mit 2 blitzsauberen Toren von Marcus, nachdem er von Drazen angekreuzt wurde, war verheißungsvoll. So hätte es 56 Minuten weiter laufen können, wenn die L-Eler keine Ahnung vom Handball hätten. Das dem nicht so ist und sie reagieren können war uns vorher schon bekannt. Eine solche ausgebuffte und erfahrene Truppe (Durchschnittsalter 35 Jahre, alle zwischen 29 und 39 Jahren) die außerdem sehr robust vorgeht und zudem einen immensen Größen- und Gewichtsvorteil hat, findet auf nur einen torgefährlichen Rückraumschützen eine Lösung. Mit einer kompakten 6/0-Abwehr ließen sie uns fast keine Lücken zum Durchbruch. Durch eine höhere Passfrequenz und über die Außen wäre mehr möglich gewesen, aber es blieb beim Wäre.
Ralf attestierte in der Pause unserer Abwehr immerhin eine gute kämpferische Einstellung und lobte die Bereitschaft für den körperlichen Einsatz gegen die wuchtigen Rückraumspieler und den baumlangen Kreisläufer.. Alles in allem gut gemacht und in Schlagdistanz geblieben. Nun wollten wir mehr. Unser Plan, über maximal schnelles Spiel den Gegner müde machen und die Abwehrwand zu knacken, ging leider nicht auf. Er verkehrte sich sogar ins Gegenteil.
Zu Beginn der 2. Hälfte, zunächst ohne Marcus, fehlte uns jegliche torgefährlichkeit aus dem Rückraum und wir liefen Angriff für Angriff gegen eine Mauer. Übereilt abgeschlossene und unvorbereitete Würfe waren die Folge. Auf Automatismen über einstudierte Abläufe konnten wir auch nicht zurück greifen, da sie entweder nicht bekannt waren, vergessen wurden oder in den Stresssituationen nicht funktioniert haben. Mit zunehmender Spieldauer fiel dann auch noch das Laufen schwer und die Kraftreserven waren aufgebraucht. Mehr Training gefällig? Schaden würde es nicht.
Ganz deutlich war das bei der Abwehrarbeit zu sehen. Anlaufende Schwergewichte sind auf 6-7 Meter nicht zu verteidigen. Durch ständiges Anwechseln und Mannbindung, unter Zuhilfenahme des freien Armes (überhaupt nicht regelkonform, aber nie gepfiffen) wurde erst einmal abgeräumt und dann dem angewechselten Spieler genügend Freiraum geschaffen. Vielleicht hätten wir es wie die Petzen und Schreihälse der HSG machen sollen und dem Schiri ständig unser Leid klagen sollen. Aua, der hat mir weh getan, schau mal was der immer so macht oder Schmerzensschreie vor der Berührung, haben die eigentlich nicht nötig, sind aber fest verankert. Unsere Hauptbeschäftigung galt ab der 50. Minute , beim Stand von 25:17, nicht mehr dem Spiel, sondern dem Hadern über Schiri, Gegenspieler und leider Gottes auch Mitspielern  Das Spiel war gelaufen, Ergebniskorrektur noch angesagt und sportlicher Anstand wurde angemahnt.
Gegen die Fildermannen war mit unseren heutigen Mitteln kein Kraut gewachsen. So wie der Schneehaufen vor der Halle, sind mit zunehmender Spieldauer auch unsere Hoffnungen verschwunden.
Gegen den Tabellenführer, die SG Owen/Lenningen wird die Aufgabe nächste Woche auch nicht einfacher, da zeitgleich Marcus, Armin und Dario in der Zweiten spielen, Christos, der die Saison mit einem Bänderriss im Sprunggelenk begonnen hat, nun mit einem Sehnenriss am Finger für den Rest ausfällt (gute Besserung und viel Glück bei der OP von allen) und die Urlauber Mario, Tino und Jan Niklas fehlen werden. Ob Steffen G. spielen kann ist sowieso mehr als fraglich.
Egal wer dabei ist und wen wir aufbieten können, verkaufen werden wir uns teuer. Und danach kommen wir in die Schelze und hauen für unsere Erste auf die Pauke. Da hoffen wir dann auch darauf, dass wir die anderen mobilisieren können, um gemeinsam unseren Jungs auf dem Weg in die Verbandsliga den 8. Mann zu geben.
Unser bester Dank gilt Stefan Harrer, der seinen Einstand am Kampfgericht gab und unserem angereisten Anhang.
f8

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