Spielbericht TEAM III: Das letzte Spiel der Dritten im Jahr 2019

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TEAM III

3. Advent 2019, die Dritte Männer zu Gast beim TSV Dettingen 4 spielte 21:21, nach 12:9 zur Halbzeit.

Advent, Zeit der Ankunft, normalerweise. Bis Weihnachten hat er noch eine Woche Zeit von Deizisau ins Ermstal anzureisen, der eingeteilte Schiedsrichter Heinzmann. So lange konnten wir aber nicht warten und starteten mit 10 minütiger Verspätung mit der Schiedsrichterin Sabrina Zeeb aus Dettingen in das Spiel. 25 Männer und eine Frau fabrizierten aus einem anfänglichen Gleichstand (0:0) nach 60 Minuten einen letztendlichen.

Wofür das Ganze? Das Hin- und Hergerenne, die Plackerei?

Weil es Spaß macht, und Spaß gemacht hat. Weil es Spannend war. Weil Emotionen gelebt werden konnten.

Und für wen? Für 4 Guserles und 2 Gattners. Danke für Euer Kommen.

Beginnen wir mit einem Rückblick. Weihnachten, das Fest der Liebe (geistige, keine Streicheleinheiten!) eingeleitet bei der gemeinsamen Weihnachtsfeier der Aktiven vor einer Woche im Schwanen, im Gewölbekeller eines historischen Hauses im Herzen von Esslingen, der Reichsstadt die den Adler im Wappen trägt. Adler 1, 2 und 3 sowie die Adlerfrauen die einen solchen Adler auf dem Herzen (auf der Brust) tragen, haben es mit dieser Feier etwas zu genau genommen und bereits letzten Freitag, Samstag und Sonntag mit dem Verteilen von Geschenken und Streicheleinheiten begonnen. Alle 4 Mannschaften, mindestens auf qualitativer Augenhöhe mit ihren Gegnern, zeigten sich flügellahm, machten dem Adler auf der Brust nicht immer die ganz große Ehre. Alle 4 Teams starteten schlecht in ihre Spiele und rannten vergeblich den Rückständen hinterher. Die Zwischenstände nach ca. 20 Minuten aus Adlersicht: T1 6:9, T2 2:10, T3 5:9 und Team Frauen 2:7.

Ohne Beute zu schlagen gehen wir nun hungrig in die Weihnachtspause. Aber, ABER, wir kommen wieder, keine Frage.

 

Unsere Jungs aus der Dritten zeigten in der 2. Halbzeit was mit Teamgeist möglich ist. Mit Kampf und Moral wurde der ständige Rückstand in der 45. Minute erstmals egalisiert und danach der nochmalige 2 Tore Vorsprung vom TSV in ein 20:21 gedreht. Ein 7m-Tor durch den ständig hinfallenden Hünen mit der Nr 88 (warum eigentlich 7m? egal, einfach akzeptieren, wie Männer) brachte den Ausgleich. Auszeit, bei 30 Sekunden Restspielzeit. Zeit für Entspannung, Besprechung, Beruhigung und für einen strategischen Wechsel. Das Unentschieden wollten wir sichern, deshalb verzichteten wir auf den 7. Feldspieler. Den Sieg wollten wir erringen, mit einem Plan, der nach 20 Sekunden Ballbesitz einen Durchbruch auf Halbrechts bei Moritz möglich macht, oder aber, wenn das nicht geht, einen Freiwurf auf der Mitte/Linksposition generieren, den dann unser Langer, der Steffen G., abschließt. Letzteres ist uns gelungen und der Steffen hat geliefert. Unterkante Latte. Tor? Nicht Tor? Die einen sagen so, die anderen so. Sabrina sagte so und gab uns als Entschädigung noch einen Freiwurf aus 9m gegen eine groß gewachsene Abwehrmauer. Danke für das Geschenk, das jedoch nicht eingelöst werden konnte.

Nach der Punkteteilung (auf Punkte kommen wir später noch einmal zurück) klatschen sich alle Spieler und Betreuer zum Abschied ab, wie das so üblich ist beim Handball (außer beim Vorspiel der B-Jgd., Dettingen vs. Kirchheim, da klatschte es auf die Körper, so nebenbei bemerkt. Unglaublich) und zeigen sich als faire Sportsleute. Ein Dettinger Spieler brachte es nach dem Spiel auf den Punkt. In bester Bildzeitungsmanier analysierte er beim Abklatschen das ganze Spiel. "Den Punkt habt ihr nur eurem Torwart zu verdanken", Wow, was für eine Schlagzeile, groß und fett gedruckt auf Seite 1, und das eine Minute nach Spielende gereift und in den Raum proletiert. Was fangen wir mit dieser Aussage an? Wieviel Wahrheitsgehalt ist darin verborgen? Wen wollte er mit diesem Statement erreichen? Ging es nur um Meinungsmache für´s blöde Volk? Sei´s drum, den restlichen Text dazu, aus subjektiver Sicht, wie immer bei Bild, auf Seite 7, liest sowieso keiner mehr. Aber selbstverständlich, es ist auch beim Blutblättle so, hat er vollkommen Recht. Noch nie in der Geschichte des Handballsports hat eine Mannschaft ohne Torwart gepunktet. Es stand aber auch noch nie ein Torwart ohne Feldspieler im Kasten, das hat er vergessen. Ohne Feldspieler hätte Ralf mindestens mit 21:0 verloren, das ist Fakt. Nehmen wir es nicht zu ernst und geben dem rennenden und kämpfenden Volk auch Namen und lassen sie teilhaben am Punktgewinn: Der Patrick, der Mario (5/3), der Moritz (2), der Tino, der Welli, der Steffen G. (2)., der Litsche (3), der Alessandro (3), der Cotter, Matze, der Marcel (3) und der Drazen (3) hielten für´s Team die Knochen hin, bei Steffen war es mehr das Gesicht. Steffens Freundin, Mery, die verletzte Torfrau von den Frauen, wollen wir als wichtiges Element mit ins Team einschließen und ihr für ihr Engagement am Kampfgericht danken.

Gehen wir wieder zurück zum Spiel und bringen es auf den Punkt. Die Nr.5 im anschließenden Frauenspiel war ein Engel, eine Engelin die Geschenke verteilt hat aber leider nicht ganz gerecht. Was kann sie, die Engelin auch dafür, wenn sie für ihren Schiedsrichterkollegen aus Deizisau, der verpennt hat, einspringen musste. Dafür mal Danke (ehrlich gemeint!) und 30.-- Euro als Lohn von den Hausherren.

Der nächste, vielleicht spielentscheidente Punkt, spielte sich in der 56. Minute beim Gleichstand von 19:19 ab. Am 7m Punkt (Strich) stand Mario alleine mit dem Ball in der Hand vor Jürgen Hiller im Tor der Dettinger (der übrigens auch gut gehalten hat, und ohne ihn hätten sie auch nicht gepunktet) und verwandelte sicher. "Ene mene Miste, es rappelt in der Kiste". Keiner hat etwas reklamiert, niemand hat etwas gesehen, nur eine halt nicht und die hat immer Recht. Abgesprungen sei er, was Mario dementierte und deshalb mit Rot vom Platz gestellt wurde. "Ene mene Muh, und weg bis du". So kann es einem ergehen.

Brauchen wir deshalb in Zukunft einen Videobeweis, einen Torschiedsrichter, einen 3. Offiziellen, eine Challenge? Nein! Wir nehmen es wie Männer hin, hoffen in Zukunft in weihnachtlicher Vorfreude auf das Erscheinen des eingeteilten Unparteiischen und beschäftigen uns mehr mit der Frage was wir besser machen können und mit unseren eigenen Fehlern, die da zahlreich waren.

Allen Freunden die das Lesen, Sabrina, die ein Getränk bei mir gut hat (im Rückspiel der Damen) und unseren Sponsoren wünschen wir eine frohe Weihnacht und freuen uns auf ein Wiedersehen in 2020, oder aber schon beim 7m-Turnier am 27.12. Wir enden mit einem letzten .

f8

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