Team Esslingen – TSV Dettingen/Erms 31:21 (13:7)

Frauen Team am 30.03.19 gegen TSV Dettingen Endstand: 31:21 (Halbzeitstand: 13:7)

Gut, dass es die Mädels aus Dettingen trotz der Verkehrsprobleme in Altbach noch rechtzeitig in die Schelze geschafft haben. Imponierend die Aussage der 1. angereisten Spielerin, dass sie notfalls auch alleine gegen uns antreten wolle. Es kam anders. 14 Gäste standen 13 Gastgebern gegenüber und es konnte ein reguläres Kräftemessen stattfinden, zwischen 2 Mannschaften für die es sich nur noch um eine Verbesserung auf den Mittelfeldrängen drehte. Dettingen allerdings mit 12 Pluspunkten mehr als wir. Nachdem wir das Hinspiel unglücklich mit einem Tor verloren haben, obwohl wir die bessere Mannschaft waren, wollten wir im Rückspiel das auch unter Beweis stellen und den direkten Vergleich gewinnen. 

Beim Warmmachen vor den Spiel sah es jedoch noch nicht danach aus. Wir, von der Teambuildingmaßnahme “Baumpflanzung für die “Ewigkeit” am Tag zuvor noch etwas müde und schlapp daher kommend, schienen keine Bäume ausreißen zu wollen. Einer nahm sogar das Wort “Urlaubsmodus” in den Mund. Anders unsere Gegenüber. Mit Tempo, Konzentration und einem Gymnastikkreis, so groß wie ihre Hallenhälfte, gingen die die Sache an. Auch das konnte imponieren und angst machen. Unsere Mädels haben das aber weitestgehend ignoriert, eigentlich gar nicht wahr genommen. War da vielleicht noch etwas Kohlendioxid oder gar Kohlenmonoxid, vom Sitzkreis um das Lagerfeuer, in den Lungen und im Blut? Dabei haben wir extra darauf geachtet, dass Karina, Vanessa O., Olli und Jessi im Rauch des Feuers sitzen und den Qualm einatmen, da sie alle nicht spielen konnten. Ebenso mussten wir auf Lisa verzichten und auf Mery, die dieses Mal der Torwartrotation zum Opfer fiel. Dafür gab Verena (1) nach langer Verletzungspause und ohne Trainingseinheit grünes Licht, um wenigstens für ein paar Minuten Ana (4) zu entlasten. Super, dass sie sich trotz dickem Verband zur Verfügung gestellt hat.  Im Rückraum also erheblich geschwächt, spielten wir mit 3 “Kleinen”, der Lari (8, davon eins schöner als das andere), der Marina (6, alle in ihrer unnachahmlichen Art) und der Nici (6, mit Auge geworfen, fast gelegt) auf der Mitte und Halbrechts. Die 3 wuchsen im Laufe des Spiels über sich hinaus und waren am Schluss gefühlte 1,90 m groß. Dieselbe Größe erreichte Vanessa M.(2). Am Kreis beweglich und in der zentralen Abwehr beherzt zupackend. Diese 4 stachen aus einer funktionierenden Mannschaft noch etwas heraus. Unsere Topleute im Tor, die Bifi und die Andrea, waren mal wieder die 50% die eine Mannschaft braucht, wie es in Fachkreisen heißt. 

Unsere Fans, denen wir auf´s Herzlichste für die Unterstützung danken, kamen voll auf ihre Kosten. Mit einer beweglichen Abwehr haben wir die Räume sehr gut zugestellt und ließen kaum ein Durchkommen für die Gäste zu. Verzweiflungswürfe der Ermstalerinnen waren die Folge und meist eine sichere Beute von Bifi. Jeder Ballgewinn wurde von uns sofort mit einem Gegenstoß quittiert, denen aber häufig die nötige Präzision fehlte um zum Torabschluss zu kommen. In der konsequent gelaufenen 2. Welle klappte es dann besser. Die Halbzeitführung entsprach in etwas dem Leistungsunterschied. 

An der Korrekturschraube musste in der Pause nicht allzu viel gedreht werden. Es wurde aber daran erinnert, dass beim Handballspiel der Sieger erst nach 60 Minuten feststeht. Es galt die Leistung der 1. Hälfte zu bestätigen, nicht nachzulassen und, wie es Christian formulierte, Dettingen erst gar nicht mehr ins Spiel kommen zu lassen. 

Gesagt – getan. Einer guten Leistung folgte eine gute Leistung. Die Führung wurde ausgebaut und schon früh kristallisierte sich heraus, wer die beiden Punkte gewinnt. Über 18:11 in der 37. Minute zogen wir in der 49. Minute auf 26:15 davon.

Die ständig motzende und jeden Schiedsrichterpfiff kommentierende Nr.7 der Gäste verlor zusehens die Beherrschung und wurde von der umsichtig und ausgezeichnet leitenden Schiedsrichterin aus Nürtingen endlich ermahnt dies zu unterlassen. Kurz danach konnten wir dann die beste und gescheiteste Aktion des gesamten Spiels erleben. Nina (2) lief frei auf´s Tor zu und sah die von rechts hinten wild heran brausende Nr.7. Um eine Totalkollision zu vermeiden, flüchtete Nina immer weiter nach außen und warf den Ball neben das Tor. Das war überaus intelligent um einer größeren Verletzung zu entgehen. Beim Spielstand von 24:14 kann man schon mal an seine Gesundheit denken. Die Wut der Nr.7, woher auch immer die bei einem fairen Spiel kam, hielt bis lange nach Spielende an. Selbst der Gästetrainer, eigentlich ein ruhiger Zeitgenosse, verlor die Contenance völlig. Vielleicht sollten wir in der Schelze noch ein Hamsterlaufrad zum Abreagieren aufstellen. Wir jedenfalls konnten stolz auf unsere Truppe sein und uns über den Sieg freuen, trotz des kleinen Eklats. Zum Trost sei Dettingen gesagt: Ihr habt trotz gutem Kampf nur ein Spiel verloren, mehr nicht.

Außer den oben erwähnten waren am Ball und am Kampfgericht: Jessi, Annemarie (1), Jana, Sarina, Steffi (1) und Vanessa O. als D-Offizielle. 

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