HSG Ebersbach/Bünzwangen 2 – Team Esslingen 29:24 (12:12)

So oder So, das ist hier die Frage.
So haben wir uns das nicht vorgestellt.
So ging es aus: 29:24 (12:12) im Damenspiel HSG Ebersbach/Bünzwangen 2 gegen unser Team F

So kam es: 60 Minuten sind eine verdammt lange Zeit, wenn man sich konzentrieren muss. 3600 Sekunden Handball und fast jeden Moment kann etwas passieren, wenn man nicht aufpasst. Wenn man 20, 30, 40 Sekunden gut verteidigt und dann eine oder zwei für nur 1 Sekündchen schlafen, schlägt es häufig ein. So war es am Samstag in Ebersbach.

Machen wir es uns nicht ganz so einfach und behaupten mal, dass man die Abwehr geduldig bearbeiten und in Bewegung bringen muss, um Fehler zu erzwingen. Auf diesem Gebiet hatten die Hausdamen die besseren Rezepte, beziehungsweise die runderen Abläufe. Auch bei der Passgeschwindigkeit und der Fangsicherheit hatten sie ein Plus. Mit schnellen Transportpässen, Gegenbewegungen und mit Positionswechseln konnten immer wieder Lücken geschaffen werden, um in gute Wurfpositionen zu gelangen. Bei uns war es zum Teil die individuelle Klasse die uns bis zur Halbzeit im Spiel hielt. Unsere Abläufe gingen halblebig und unsicher von statten, die Transportpässe waren ohne Druck gespielt und zu sehr auf Sicherheit ausgerichtet. Es fehlte an Geschwindigkeit und den Selbstverständlichkeiten beim Ablauf. Zudem ließen wir ein paar glasklare Chancen liegen, die allerdings auch der Ute im Tor von E/B gutgeschrieben werden können. Unsere Andrea, 11 Jahre jünger als ihr Gegenüber, stand ihr aber in nichts nach.

Nach 1800 Sekunden begann das Spiel neu. So ähnlich wurde es auch in der Kabine erwähnt und an die Aufholjagt der letzten Woche erinnert. Die Geschichte fand leider keine Wiederholung.

Bis zur 46. Minute liefen wir immer einem 1-3 Tore Abstand hinterher, patzten bei einem 7m und waren erstmals mit 4 Toren im Hintertreffen. Eine offensivere Abwehr brachte zwar noch einen kleinen Erfolg und wir schlossen in der 50. Minute auf 22:20 auf. 2 Glückstreffer gegen die Laufrichtung von Bifi, genau in den Winkel, führten dann zum vorentscheidenden 24:20. Ein letzter Versuch mit einer 3/3-Abwehr und größerer Risikobereitschaft beim Abschluss ging schief. Die Filstalerinnen waren der Herausforderung gewachsen und zogen uneinholbar auf 28:22 nach 57 Zeigerumdrehungen davon.

Spiel verloren gegen einen guten Gegner, mehr nicht. Den Sponsor auf dem Banner hinter dem Schiedsgericht brauchen wir deshalb noch nicht zu konsultieren. Dafür sind wir noch zu lebendig. Das Beerdigungsinstitut muss sich um andere Kunden bemühen.

Mit den Ausfällen von Lari, Marina und Verena fiel eine ganze Rückraumbesetzung weg. Auf den Außen fehlten Sarina und Jessi. Deshalb mussten die angeschlagenen Vanessa O., Karina, Lisa und die kranke Annemarie die Trikots überstreifen. Karina fiel in der 1. Halbzeit aus, Lisa Mitte der 2. und bei Annemarie ging gar nichts. Sooo, und jetzt der Knackpunkt des Spiels (für uns der Kackpunkt) war die Entscheidung in der 41. Minute als Vanessa O. ihre 3. Zeitstrafe erhielt und damit disqualifiziert wurde. Man kann es so oder so sehen. Wir sehen es so, also anders als der Schiri. Bereits beim ersten gleichartigen “Foul” war es schon fraglich, ob nicht der vorgestreckte Kopf ihrer Gegenspielerin in Vannes weiche Hände fiel. Fragliches Schulterzucken beim Schiri, ob es richtig war, zeigte uns seinen Zwiespalt. 10 Minuten später sah er es komischerweise nochmals so. Der Mut der E/B-Spielerin hat sich gelohnt. Sie hat Kopf und Kragen riskiert und gewonnen. Bei solchen Sponsoren kann man halt auch einmal ein größeres Risiko eingehen. Dieser letzte personelle Aderlass war nicht mehr zu verkraften. Unser Rückraum der uns mit 19 schönen Toren erfreute und im Spiel hielt, saß auf der Bank und auf der Tribüne.

Es hat zwar viel an Personal gefehlt, aber dennoch waren wir von einem Sieg nicht weit weg. Hoffen wir auf die baldige Gesundung des Kaders bis zum Spiel am Samstag gegen Weilheim. Dann können wir uns berechtigte Hoffnungen auf die 2 Punkte machen.

Mit Verena am Kampfgericht hat es auch schon ganz gut hingehauen. Zum Glück ist nur die linke Hand im Gips, aber das leider noch 4 Wochen. Mit den Fußverletzten Annika und Lena waren wir auf dieser Position 3-fach besetzt. Nur gewinnt man dort keine Spiele.

Ein letztes SSSSoooo. Jetzt wollen wir uns noch bei unseren zahlreichen Anhängern die uns begleitet und unterstützt haben bedanken und hoffen darauf, alle zu unserer Partie und Party am 10.02. in der Schelze wiederzusehen. Nach den kleinen unterbewußten Tanzschritten von Ana auf die Kabinenmucke vor dem Spiel, ging Annika danach mit rhytmischen Bewegungen auf die Hallenmusik ein. So soll es sein. Ein Tänzchen vor und nach dem Spiel und dazwischen Kampf und Spaß zusammen mit Euch.

Für’s Team gekämpft haben: Bifi, Andrea, Olli (1), Annemarie, Jana, Karina (4), Vanne O. (2), Lisa (6), Steffi, Ana (6), Nici (3), Nina (1) und Vanessa M. (1).

Die A,B,C´s auf der Bank, Christian, Marc und Frank gratulierten den 2 aus E/B, dem Kevin und der Laura zum Sieg und zu guter Letzt gab es noch ein handshake zwischen Frank und dem Jochen Fischer. Das Kriegsbeil wird im Zuge des Sponsorings kostenlos begraben.

fob

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