Team Esslingen – HSG Leinfelden-Echterdingen 3 20:13 (10:4)

Schon 2 Mal innerhalb einer Woche stand ein halbseitiger Bericht über die legendäre “Schelze” in der EZ. Es ging dabei nicht um den Sport der dort betrieben wird. Es ging um die Zukunft des Gebäudes. Abriss und Neubau, und wenn ja, wie? Generalsanierung mit Anbau? Denkmalschutz, ja oder nein? Und um das WANN. Der Grundtenor geht dahin, dass die Halle einen ganz besonderen Flair hat, der vielleicht im ganzen Land einzigartig ist. 

Schon 3 Mal innerhalb von 3 Wochen standen Beiträge über die Schiedsrichter in der EZ. “Keine Pfiffe gegen Pfiffe” heißt die Aktion die gerade läuft. Man sollte vielleicht ergänzen: Solange sie ihr Handwerk beherrschen und dem Neutralitätsanspruch gerecht werden, was allerdings vorauszusetzen ist. Jetzt brechen wir mal eine Lanze für die Schiris. Sämtliche Unparteiische pfiffen am Samstag so, dass keiner groß motzen konnte. Kleine Fehler wurden toleriert, akzeptiert und im sportlich fairen Dialog abgehakt. Und das geht jetzt schon die ganze Saison so. (Bravo.) Sie alle hätten deshalb eine warme Halle, Umkleidekabine und (saubere) Dusche verdient gehabt. Haben sie aber nicht bekommen, weil die Hängepartie über die Schelze anhält. Spieler und Zuschauer waren der Kälte und den schlechten sanitären Widrigkeiten auch ausgesetzt. Jetzt hoffen wir mal, dass keiner krank wurde und wir in 14 Tagen unsere Gegner, Schiris und Zuschauer begrüßen dürfen, ohne uns schämen und entschuldigen zu müssen. Fassen wir mal die EZ-Beiträge zusammen und dann fragen wir uns, ob die Umstände dem Sport dienlich sind, den Schiedsrichtern und allen anderen gerecht werden. Die vom letzten Samstag nahmen es fast alle mit Humor auf und gingen ungeduscht nach Hause. Ein bisschen guter Wille seitens der Stadt, ein guter Sanitärbetrieb, ein Sponsor für das Nötigste bis zur Entscheidung, wie es mit der Schelze weitergeht und alle sind zufrieden. Die Gästekabine könnte die EZ-Kabine werden, die andere wäre den Stadtwerken gewidmet und als Schiribehausung käme Dr. Jürgen Zieger zum Zuge. Nur mal so angedacht. Andere die sich einbringen wollen sind auch herzlich Willkommen.

Nach unserer 3-wöchigen Spielpause durften wir mal wieder ran und den Gastgeber für LE geben. Wie im Vorbericht schon erwähnt, waren wir in der Favoritenrolle, was den Tabellenstand angeht. Dass jedes Spiel erst einmal gespielt werden muss, man der Favoritenrolle gerecht werden muss und diese mit Leistung bestätigen muss, war uns auch klar. Muss, muss, muss. Nach gespielten 14 Minuten fiel das 2:3 für LE und es wurde uns nur noch klarer. Das Bollwerk Abwehr war zwar aufgebaut und schien für die Fildertruppe fast uneinnehmbar, aber das Tore werfen war noch nicht unsere Stärke. In der Abwehr bereitete uns lediglich die bewegliche Mittespielerin Probleme. Nach 10 Minuten konnten wir sie dann im Abwehrverband gut verteidigen und fast neutralisieren. Wer sonst durch kam, war bei Andrea in sicheren Händen. 4 Tore in 30 Minuten sprechen Bände. Unser Angriffsspiel lief zwar nicht ganz rund, was aber auch gar nicht nötig war. In nahezu jedem Angriff gelangten wir zu freien Würfen, die jedoch das Ziel nicht fanden. Lediglich das Anspiel an den Kreis funktionierte überhaupt nicht. Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis der Bann gebrochen wird. In einer Auszeit nach 16 Minuten wurde die Lage kurz besprochen, etwas Personal ausgetauscht, an das muss, muss, muss erinnert und noch einmal gestartet. Der Neustart nach vorne gelang, die Abwehr blieb stabil, was als Resultat die Halbzeitführung brachte. 

So konnte, so musste es weitergehen, da wir die deutlich bessere Mannschaft waren. Das was wir hinten ein wenig nachlässiger wurden, konnte vorne durch eine bessere Quote wettgemacht werden. Im Tor konnten wir im 2. Abschnitt auf die Reflexe von Mery vertrauen, die teils sofort zu Gegenstößen führten. Da waren 2 zum mit der Zunge schnalzen dabei. Der eine, flach und scharf auf die “Verwandschaft” geworfen, konnte nicht verwertet werden. Zu scharf, zu flach, zu ungewohnt? Der andere fiel im hohen Bogen auf die Nici, die die Chance zu einem Tor umgesetzt hat. Die vielen vergebenen Möglichkeiten waren heute nicht so tragisch, da wir die Sache im Griff hatten. Gegen Kirchheim nächste Woche wird dies ganz sicher über Sieg und Niederlage entscheiden. Gegen die wird das Erarbeiten von Chancen nur über ein variableres, laufintensiveres und genaueres Angriffsspiel möglich sein, und die daraus resultierenden “Freien Würfe” sollten öfters das Tornetz als Ziel finden. Zwei unserer jungen Nachwuchskräften gelang dies gegen LE schon sehr gut. Jana mit Links, wie denn sonst und Marina mit ihrer unnachahmlichen, wie sollen wir sagen? Spezialität.

Mehr als 2 Punkte waren heute nicht zu holen. Deshalb haben wir es gut gemacht. Alle die dabei waren kamen zu größeren Spielanteilen und konnten Erfahrungen sammeln. Auch das war gut. Das Vesper von Sarina und Olli war ebenso gut, bis auf das fehlende gelbe, schäumende Gebräu. Euer Kommen und die Unterstützung waren auch gut und freut uns immer wieder auf´s Neue. Dass Verena, Lisa und Annika bei den Zuschauern saßen, Vanessa M. online zugeschaltet war, Lena den Posten am Kampfgericht einnahm und die der Rotation im Tor pausierende Bifi auf der Bank dabei war, war auch sehr gut. Im Vorbeigehen, so nebenbei, knacken wir unsere Gegner nicht. Da braucht es immer alle, um zum Erfolg zu kommen. Der Prüfstein beim Tabellenzweiten nächste Woche wird es zeigen, dass wir im Kollektiv erfolgreich sein können. Da muss alles passen, und dafür werden wir sorgen. Unsere Schals und Winterjacken brauchen wir dort in der Halle wahrscheinlich nicht. Ein Problem weniger. Auf das Harztöpfchen werden wir aber auch verzichten müssen. Ein Problemchen mehr.

Auf dem Spielbericht stehen: Andrea, Olivia, Annemarie, Jana (3), Karina (2), Vanessa O. (1), Marina (3), Sarina, Anamarija (3), Nicole (3), Jessica, Larissa (1), Nina (4), Meryem, Bianca, Marc, Christian und Frank.

fob

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