Team Esslingen – HSG Ebersbach/Bünzwangen 2 14:18 (6:5)

Frauenspiel Team Esslingen – HSG Ebersbach/Bünzwangen 2 am 06.10.18. Zur Halbzeit mit 6:5 vorne, am Ende stand es 14:18

So hatten wir das nicht geplant, nicht im Entferntesten vermutet. Jetzt ist es Fakt und nicht mehr zu korrigieren. Wir stehen mit 4:2 Punkten in der Tabelle, anstatt mit 6:0 und haben uns dies selbst zuzuschreiben. Dabei wäre es an diesem Tag mit einer halbwegs normalen Leistung ohne Probleme möglich gewesen, die mit nur 11 Damen angereiste Filstaltruppe mit 2 Minuspunkten zu verabschieden. Es klappte bei unseren Akteuren aber gar nichts, nein, fast nichts. Die Abwehr war in der 1. Hälfte einigermaßen auf der Höhe, was größtenteils an dem letzten Glied der Abwehr, der Bifi im Tor lag. Die ersten 3 7m und weitere freie Würfe waren ihre Beute. Auch in ihrem 3. Spiel, nach 9jähriger Pause, zeigte sie über die ganze Spielzeit eine bravouröse Leistung. Auf dieser Position werden wir in Zukunft ein Luxusproblem haben, da wir mit Meryem Brantin eine weitere Kandidatin gewinnen konnten, die jetzt schon mal Bankluft schnuppern durfte, und mit Andrea, die wieder aus den USA zurück kommt, 3 Spitzenleute für den Kasten in petto haben.

Das 0:1 fiel erst in der 7. Spielminute. Der Halbzeitstand zeigt deutlich, dass beide Mannschaften kein Feuerwerk abgebrannt haben. Selbst Bezirksklassen-Qualität musste in Frage gestellt werden. In der 47. Min. war es dann soweit. E/B übernahm mit dem 10:11 die Führung, baute diese bis 2 Min. vor Schluss auf 12:17 aus und ließ uns, nachdem wir denen gratuliert und uns bei unserem Heimpublikum verschämt bedankt und entschuldigt hatten, ziemlich bedeppert aus der Halle schleichen. 

Wenn selbst vom siegreichen gegnerischen Coach, dem Kevin Krapf zu hören war, dass seine Truppe schlecht gespielt hat, kann man unsere Leistung noch besser einschätzen. Fazit: Beide können es besser und haben dies auch schon gezeigt. Schwamm drüber, schauen wir nach vorn und biegen das Ding nächste Woche wieder gerade, allerdings nicht ohne uns zu fragen woran es gelegen hat.

Unserem Spiel fehlte es an Dynamik und an Leidenschaft. Die Auslösehandlungen wurden nicht nur zögerlich ausgeführt, sondern auch schlampig und ungenau. Die gegnerische Abwehr wurde selten in Bewegung gebracht und gefordert. Die Folge waren dann halbherzige, unvorbereitete Einzelaktionen. Mal war es ein Wurf aus ungünstiger Position oder mal ein Abspiel das seinen Empfänger nicht fand, nicht finden konnte. Die Zahl der Ballverluste durch technische Fehler, die ohne Zutun des Gegners passiert sind, war rekordverdächtig. Auch wenn der Schiri bei Lisa und Ana das Herumfuchteln mit dem Arm 4 Mal als Schritte gezählt hat und nach 2 Schritten Schrittfehler gepfiffen hat, bleiben immer noch unzählige unforced errors. Das Kuriose ist jedoch, dass es mit einer 20 %igen Wurfausbeute zum Sieg gereicht hätte. Es wurde verballert was das Zeug hält. Verballert hört sich aber zu sehr nach harten Würfen an. Von den Bällen die aufs Tor kamen, konnte man meinen, sie seien aus Schaumstoff, ohne jetzt die gute Leistung von der Ute, dem Handballurgestein aus E/B schmälern zu wollen.

Die Vorschläge der Einwechselspieler nach einer Auszeit wurden bereits ab der 36. Minute gemacht. Alle die gerade auf der Bank saßen, erhofften sich von einer Auszeit ein Wunder. Dabei waren wir 6 Minuten zuvor in der Kabine gesessen und hatten diese Szenerie ausführlich besprochen. Auch das Wurfbild war ein Thema. Unser Problem war nicht die eine Auszeit pro Spielhälfte. Es waren die häufigen Auszeiten auf der Platte.
Jetzt ist es aber genug. Erinnern wir uns an bessere Spiele, haken diese Niederlage ab und lernen, dass wir gegen jeden Gegner alt aussehen, wenn wir halbherzig und überheblich spielen.

Alle Achtung vor dem kleinen, 8 Hände starken Fanblock der Gäste, der ihre Mädels von der 1. bis zur letzten Minute in jedem Angriff mit rhythmischem Klatschen begleitet und aufgemuntert hat. Vielleicht gab der den Ausschlag für den Sieg.

Jetzt müssen wir noch den eifrigen Facebook-Poster enttäuschen. Sein wahrscheinlich ereignisloses und langweiliges Leben können wir heute nicht mit einem Aufreger füllen. Und damit machen wir einen Schlussstrich unter alles was war.

Es waren am Ball: Bianca und Meryem im Tor, Olivia, Annemarie, Jana (1), Karina (5), Lisa (2), Sarina, Stefanie, Anamarija (2), Verena (1), Larissa, Nina, und Vanessa Mayer (3) im Feld, Jessica am Zeitnehmertisch, Vanessa Orendi, Marc und Frank8 versuchten zu coachen.

f8

 

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