TV Plieningen – Team Esslingen 21:22 (10:11)

TEAM Frauen am 29.09.18 zu Gast beim TV Plieningen. Endstand: 21:22 (10:11)

Die große Unbekannte Plieningen war uns doch nicht ganz fremd. Nach 3 Jahren fanden immer noch alle die Spielstätte, allerdings, die ein oder andere unter Zuhilfenahme der Satelliten, und sogar einen Parkplatz in der Nähe. Auch in der Halle war es so wie früher, an dem Verkaufsstand zur Linken liegen immer noch die obligatorischen Plieninger Butterbrezeln, was den Hausherren so eine Art Alleinstellungsmerkmal gibt. Weiter so, denn was gut ist sollte bewahrt bleiben. Auch ein Teil des spielenden Personals und der Interimstrainer, Holger Weiß, waren alte Bekannte. 

Die einzige offene Frage stand noch im Raum. Darf in der hallenden Halle geharzt werden? Die spitzen, hellhörigen Ohren von Marc Wendel (mit 2 kleinen e´s) fanden nicht nur die Antwort darauf, sondern setzten ihm auch über den Umweg durch´s Gehirn schöne Worte auf die Stimmbänder. Kurz vor dem Ende des Vorspiels der Männer, als der Denkendorfer Mittespieler den Ball zu seinem Halbrechten spielte, konnte er es ausmachen: “Ja, es schmatzt”

Eins bleibt noch unklar. Wie konnten wir das Spiel überhaupt gewinnen? Vorab: Am Schiri lag es nicht, obwohl er die Trainerbank im Spaß gefragt hat, ob wir tauschen wollen, nachdem wir mit einer Entscheidung von ihm nicht einverstanden waren. Seine Sorgen und Aufgaben wären gewiss nicht kleiner gewesen. Ob wir mit dem Tausch glücklich geworden wären, ist auch nicht sicher. Es war ganz sicher keine Zuckerschlecken, die mit zunehmender Spieldauer immer schlimmer werdenden unqualifizierten Äußerungen von 2-3 Heimfans zu ertragen. Noch dazu in der so arg hallenden Halle.

Mit nur 11 Spielerinnen auf dem Spielbericht gegen eine volle Bank der Gastgeber. Von den 11 im Trikot waren Annemarie krank, Bifi und Lisa(1) noch verletzt und Marina nach langer Verletzung zum 1. Mal wieder dabei. Nach kurzer Spieldauer zwickte dann auch noch Karinas Oberschenkel. Lisa, Bifi und Karina (nach kleiner Pause) hielten durch. Für Annemarie und Marina reichte es nur zu Kurzeinsätzen. Dazu kam noch die verheerende Statistik der 2-Minuten-Strafen und die der 7m Strafwürfe. Bei den 2-Min. lagen wir 3:6 und bei den 7m 4:10 hinten. Besonders schmerzten uns aber die 2-Min. gegen Lari nach 57:56 Min. als der TV nochmals auf 1 Tor heran kam. Die 4 Sekunden Restspielzeit für sie sollte uns jedoch noch nützlich werden. Erschwerend kam noch die Qualität des Gegners hinzu, der das schnelle Spiel nach vorne über 60 Minuten durchgehalten hat, da ihnen die personelle Überzahl die Möglichkeit bot. Mit der ehemaligen Nellinger Linkshänderin, Linda Anthopoulos im halbrechten Rückraum, konnte die Fildertruppe eine der torgefährlichsten Damen im ganzen Bezirk verpflichten, die Spiele im Alleingang gewinnen kann. 

Warum kam es dann zu unserem Auswärtssieg?

Unsere Ana spielte eine perfekte Abwehr gegen Linda, der nur 1 Feldtor gelang und auf der anderen Seite glänzte sie mit 6 sauberen Toren. Lari war unser Motor, Antreiber und mit 4 Toren auch Vollstrecker. Bifi, trotz Schmerzen im Fuß, war ein sicherer Rückhalt. Karina, fast humpelnd auf dem Platz, vorne wie hinten Kopf und Lenker und mit 9 Toren der Shooter des Tages und schon wieder mit der schönsten Aktion des Spiels, als sie den vakanten, springenden Ball im 6m-Raum der Kreisläuferin im Sprung wegschnappte und zu Annemarie passte. Annemarie und Marina, die als Pausenfüller für Lari und die beiden unermüdlich kämpfenden Außen, Sarina und Jana eingesprungen sind und sich wacker geschlagen haben. Lisa (1), die mit ihrem schmerzenden Ellenbogen auf der ungeliebten halbrechten Position ihre Gegenspielerin meist in der Nullbewegung stoppte sowie die andere im Rückraum, die Verena (1), die studienbedingt nicht am Mannschaftstraining teilnehmen kann und dennoch mit Überblick glänzte, setzten wichtige Akzente für den Sieg. Jetzt vergessen wir aber nicht die eine, die, die Nici und Olli am Kreis und in der zentralen Abwehr ersetzen musste, fast durchgespielt hat und eine tadellose Leistung ablieferte: Vanessa Mayer (1).

Alle die genannten brachten uns die 2 Punkte ein. Da hätte keine fehlen dürfen. Nicht zu vergessen unser großer Fanblock von dem wir super unterstützt wurden, mittendrin das Lazarett mit Steffi, Jessy und Annika, sowie die Vanne Orendi am Kampfgericht. 

In der 1. Hälfte lagen wir nach dem 1:1 in der 3. Minute ständig mit 1-3 Toren in Front.  Der größte Abstand war dann das 11:16 in der 37. Minute. Bis zur 46. Minute hielten wir den 5 Tore Abstand. In der 51. Minute beim Stand von 18:20 war es dann soweit. Der Kräftemangel machte sich bemerkbar, die Beine wollten nicht mehr so richtig und der Angriff kam zum Erliegen. Mit Ballhalten und Einzelaktionen versuchten wir über die Zeit zu kommen. Dann kam die unglückliche Szene mit den 2-Min. für Lari und 7m für Plieningen. Anschlusstreffer zum 21:22 in der 58. Minute. Kurz ließen wir die Zeit herunter laufen, bevor wir eine Auszeit zum Kräfte sammeln nahmen und die möglichen Szenarien besprachen. Immer noch in Unterzahl spielend verloren wir den Ball, ca. 10 Sekunden vor dem Schluss. Jetzt war uns das Glück hold. Der Weg zum Kampfgericht war für den Heimtrainer etwas zu lang, hinzu kam der Verzögerer seines Zeitnehmers und die frei auf´s Tor zulaufende Plieningerin wurde zu einer Auszeit zurück gepfiffen. Noch waren 4 Sekunden zu spielen. Es gab Freiwurf für den TV in eigenem Feld. Wir erinnern uns an die 4 Sekunden die Lari noch spielen durfte. Deshalb konnten wir sämtliche möglichen Anspielstationen zustellen und verteidigen. Dennoch gelang es der Linda einen direkten Freiwurf aus 10 Metern zu generieren, den sie selbst ausführte und sogar noch an die Latte knallte. Pech für sie, für ihre Mannschaft und Glück für uns. Es war ein glücklicher aber irgendwie auch verdienter Sieg unserer Mädels.

F8

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