VfL Kirchheim – Team Esslingen 23:16 (10:11)

Letztes Spiel der Team-Damen in der Saison 17/18 am 28.04.17. VfL Kirchheim 23 Tore (10)  –  Team 16 Tore (11)

“Lagom” (schwedisch) Team Frauen, was den Handball betrifft. Nicht zu wenig, nicht zu viel, gerade recht (grob übersetzt ins Deutsche).
In Hin- und Rückspiel gegen den 4. der Abschlusstabelle mit einem Tor gewonnen. Diese beiden Spiele gegen Kirchheim spiegeln in etwa den gesamten Saisonverlauf wider. Im Hinspiel konzentriert, fokussiert und willig, im Rückspiel nicht mehr ganz bei der Sache, im Auslaufmodus, nach der Halbzeit auf Stand-By geschaltet. Wer kann es einem verdenken, wenn es nach 1290 gespielten Saisonminuten zu einem Leistungsabfall kommt, noch dazu in einem Spiel, in dem es um Tabellenplatz 6 ging. Ein sogenanntes “unwichtiges Spiel”, wie es viele nennen. Versuchen wir daraus einige Erkenntnisse zu gewinnen, etwas zu lernen, dann sieht das mit dem Unwichtigen plötzlich ganz anders aus.

Wir wollten zwar gewinnen, die Teckdamen wollten es mehr und betrieben deshalb einen größeren Aufwand. Machen ist wie wollen, nur krasser. Könnte, hätte, sollte, würde traf auf uns zu, machen auf die Heimmannschaft, die sich in gut besuchter Hütte, vor dem anschließenden Meisterschaftskürlaufen ihrer Männermannschaft, keine Blöße geben wollte. (WOLLTE!)

In der 1. Halbzeit konnten wir das Spiel ausgeglichen gestalten, nicht nur was das Resultat betrifft, sondern auch in spielerischer Sicht. Lisa, auf Halblinks, spielte bis zu ihrer Verletzung groß auf und erzielte 3 blitzsaubere Tore. Verena knüpfte nahtlos an. Die Abwehr war beweglich, hielt den starken Rückraum auf Distanz und hatte die Kreisspielerin im Griff. Andrea war der gewohnte Rückhalt zwischen den Pfosten. Ab der 30. Minute war für uns die Saison vorüber, der Ofen aus. Die Torfrau von der Teck schien unüberwindlich, was allerdings auch an den vielen unvorbereiteten Würfen lag, die Teils auch noch aus schlechten Positionen geworfen wurden. Die Abwehr war bis zur 45. Minute in Unordnung geraten, was zur Folge hatte, dass die Gegnerinnen ohne Berührung aus zentralen Positionen zum Abschluss kamen. Das ein oder andere Mal zeichnete sich Andrea mit tollen Paraden aus, welche die Vorentscheidung noch etwas hinaus geschoben haben. Nach einer Dreiviertelstunde, beim Stand von 19:13 war das Ding durch. Wir experimentierten in Sachen Personal und Aufstellung noch etwas und brachten die Restzeit ordentlich über die Bühne. Schon vorher gab es versuchsweise Neues zu sehen. Unser ständiger Personalwechsel von Abwehr und Angriff auf der Auswechselbankseite, war der Situation geschuldet, dass wir unsere Abwehrspezialistinnen gegen die starken Gegenspielerinnen bringen mussten und im Angriff ihre Kräfte schonen wollten. Das Wechselspiel klappte nicht immer reibungslos. Einer eifrigen Kirchheimerin auf der Tribüne fielen die Wechselfehler auf, was sie auch lautstark zum Besten gab. Das Kampfgericht und unsere Spielerinnen ignorierten sie einfach. In der nächsten Saison sollten wir eine solche Variante spielen können. Ohne Übung geht das halt nicht. Das gilt selbstverständlich für so vieles, was nicht immer reibungslos von statten ging. Dass wir einiges drauf haben, dieses auch in höherem Tempo spielen können sowie eine solide Abwehr hin bekommen, haben wir immer mal wieder gezeigt und unter Beweis gestellt. Die fehlende Konstanz war letztendlich ausschlaggebend für unser negatives Tor- und Punkteverhältnis.

Ob wir nächstes Jahr oben angreifen können, hängt demnach stark von eben dieser Konstanz ab und diese basiert auf einem ganzheitlichen Training und einer guten Vorbereitung. Hier setzen wir mit unserem neuen Trainerkollegen, dem Christian Straub, gleich mal ein Ausrufezeichen. Mit Horst Fritz (Fitte) und seiner Erfahrung im höherklassigen Frauenhandball, haben wir noch einen kompetenten Gasttrainer an der Angel. Bei einer Einheit hat er schon mal seine Duftmarke gesetzt, ein wenig reingeschnuppert und sich für weitere Einsätze angeboten. Ein weiterer altbekannter Esslinger Handballer und Trainer, der Physio Thomas Kunberger (Kuni) kümmert sich in der Vorbereitungszeit um die vernachlässigten Zonen und Körperteile, um unsere Damen elastischer und beweglicher zu machen um die Verletzungsgefahr zu minimieren. 

Wie es aussieht, bleibt die Mannschaft komplett zusammen. Hinzu kommen die Patricia (zur Zeit noch verletzt) und die Annemarie aus der A-Jgd. und die Steffi aus der Stuttgarter Region. Estella und Anett, die ihr letztes A-Jgd.-Jahr in HeLi verbrachten, bleiben vorerst noch auf dem Berg. Unsere Tür steht den beiden aber weit offen, nicht nur beim Spiel.

Der sportliche Erfolg ist das eine, der richtige und wertvollste Erfolg geht aus nachfolgendem weisen Spruch hervor:
Zusammenkunft ist ein Anfang  (den haben wir schon vor langer Zeit gemacht)
Zusammenhalt ist ein Fortschritt  (den haben wir bewiesen)
Zusammenarbeit ist der ERFOLG  (hier setzen wir an)

Zusammen mit unseren treuen Fans, mit Lena am Kampfgericht, Ana auf der Tribüne und den Trikotträgerinnen Olli, Jana, Karina (5), Vanne O. (1), Marina, Lisa (3), Sarina, Nici (3), Jessi, Verena (2), Nina (2), Andrea und Vanessa M. hatten wir in Kirchheim Erfolg. Erfolgreich mit dabei waren Christian, Marc und Frank.

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Ein Kommentar

  1. Hallo Frank,
    sprachlich wie immer perfekt ausgefeilt und auch die Spitzen -wohldosiert- fehlen wieder nicht.
    Weiter so und Danke für Deine zuverlässigen Berichte.
    Viel Erfolg dem Damenteam mit den Trainern, Betreuern und Unterstützern in der nächsten Saison!
    Sportliche Grüße, Harald

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