Team Esslingen – SG Hegensberg-Liebersbronn 2 23:15 (12:8)

Am vorletzten Spieltag der 2017/18er Runde spielten bei den BK-Damen unsere Mädels gegen die aus HeLi 23:15 (12:8)

Das Spielfeld war und ist immer noch rechteckig. Dem Tor geht es genau so. Das Spielgerät, der Ball, war und ist immer noch rund und ein wenig klebrig. Das kommt vom Haftmittel. Früher war es Harz, manchmal von der Fichte. Die Handballer verwenden es häufig um den Ball besser fangen zu können und dass er nicht so schnell wegrollt. Ganz praktisch. Nächste Woche in Kirchheim allerdings nicht. Der Hausmeister wird sonst böse. Der Ball bleibt aber rund.

Dieser Spielbericht ist und bleibt auch rund, ohne Kanten und Ecken an denen man (??? irgendeiner der es nicht versteht) sich anstoßen und seelisch verletzen könnte. Wir schützen auch die Mimosen und stellen deshalb kritische und wahre Vorkommnisse hinten an. Eine butterweiche Berichterstattung aus Angst vor anderen Ansichten.

Am 21.04.18 trafen bei schönstem Frühlingswetter, mit fast schon sommerlichen Temperaturen, die jungen Damen vom Berg und die aus der Stadtmitte zum lockeren Kräftemessen, nein, zum Puddingsport, in der Schelze aufeinander. Von Anfang an ging es harmonisch zu und überhaupt nicht zur Sache. Deshalb musste die ausgezeichnet leitende Schiedsrichterin auch gar nicht eingreifen und konnte sich bei den Angriffen unserer Spielerinnen im südöstlichen Teil der Schelze in der Nachmittagssonne wohlfühlen. Die Zuschauer, allesamt aus Esslingen, kamen voll auf ihre Kosten, bei leckeren Kuchen, die vom Qualispieltag noch übrig waren, heißem Kaffee von Hochland (in welcher anderen Halle gibt es solch ein Qualitätsprodukt?) und dem Üblichen (Saiten, liebevoll belegte Wurst- und Käsebrötchen sowie diverse Kaltgetränke). Nach dem Spiel lagen sich alle in den Armen, HeLi hochzufrieden mit 15 erzielten Toren und der Niederlage, wir freuten uns über den Sieg mit Plus 8 Toren und sangen alle gemeinsam Friedenslieder, und -Wir sind alle:Esslinger Jungs- sowie den Hit der Toten Hosen -An Tagen wie diesen-. Da passt auch der tote Bericht dazu, der wenigstens nicht das Format hat, zensiert oder getilgt zu werden. Selbst bei Recep Tayyip Erdogan würde der durchgehen.

Da wir es nicht ganz sein lassen können, geben wir kleinlaut und sachte auch noch etwas vom Geschehen preis. HeLi ging durch Estella mit einem ihrer 6 7m-Tore in Führung. Da waren gerade mal 2 1/2 Minuten gespielt. Unsere Damen schlugen in der Person der bereits verwarnten Vanne O. in der 3. Minute eiskalt zurück. Alle Zuschauer in der Halle dachten schon an ein Unentschieden. Dies wäre dem Spielverlauf auch gerecht geworden. Die Defensivleistung auf beiden Seiten sowie die Präsenz der Torfrauen, wenn mal was durch kam, waren überragend, so dass ein 1:1 Endergebnis als realistisch angenommen werden konnte. Bestimmt wären wir dann am Sonntag in Sport im Dritten in der Rubrik -was sonst noch im Sport geschah- erwähnt worden. Schlagzeile: 2 Esslinger Handballmannschaften schummelten sich zum Klassenerhalt. Zum Glück fiel das 2:1 und die Partie nahm Fahrt auf.  Auf beiden Seiten wurde fair gekämpft, “normal” gefoult und viel gelaufen. Wir mussten zwar nicht mehr unbedingt gewinnen, wollten aber, da wir die Hinspielniederlage wettmachen wollten und für HeLi ging es um den Verbleib in der Liga. Ein Spiel also, in dem es nicht nur um die Goldene Ananas ging. Trotzdem kam es nie zu Nickligkeiten, geschweige denn zu gehässigen Szenen. Man kennt und respektiert sich und geht zu gemeinsamen 60. Geburtstagen von Tanten. Ein besonderes Lob geht in diesem Zusammenhang auch an Julia Püngel aus Plieningen, von der manch ehemaliger BL-Schiedsrichter noch lernen könnte, wenn er könnte. Nahezu fehlerfrei und ohne großes Aufhebens ihrer Person, war sie die gelbe Unauffällige, inmitten von schwarz/weißen und rot/grünen Feldspielerinnen und das in einem Hochsicherheitsspiel in der angeblichen Hölle, vor der sie gewarnt wurde.

Wir schreiben die 9. Minute und es roch noch einmal nach einer Punkteteilung. Vier zu Vier. Ab der 10. Minute übernahmen unsere Mädels die Führung und gaben sie nicht mehr ab. Warum auch? Heute waren wir einfach besser. Aus einer beweglichen Abwehr heraus gingen wir aggressiv gegen den Rückraum vor, störten die Abläufe von HeLi und zwangen sie zu Fernwürfen, die nur zum Teil aufs Tor kamen. Der Zug zum Tor, der hauptsächlich von deren linken Seite praktiziert wurde, konnte meist durch gutes Stellungsspiel und beherztes Zugreifen gestoppt werden. Anfangs waren es das Duo Marina/Sarina, dann Olli/Sarina und später Lisa/Jana die der starken linken Seite des Gastes den Nerv raubte. Wer zur Mitte ging, war eine Beute von Nici, Vanne O. und Karina. Auf unserer linken Abwehrseite war eher Flaute. Das soll die Abwehrarbeit von Nina, Ana, Verena, Vanne M., und, in den letzten 6 Minuten, die von Jessi nicht schmälern. Die hatten einfach nicht viel zu tun, außer vielleicht, dass sie sich gegen den Ellenbogen und den ausgestreckten Arm der Nr.6 wehren mussten. Die Abwehr legte den Grundstein zum Sieg gegen die sonst so torhungrigen Mädels aus dem Esslinger Norden. Im Angriffsspiel bleiben einige Fragen offen, die bis zum letzten Saisonspiel nächste Woche beantwortet werden sollten. Kirchheim spielt eine super Saison und hat gegen uns bestimmt noch eine Rechnung offen. Ohne die vielen Ballverluste (die unnötigen, ohne Zutun des Gegners) hätten wir frühzeitig einen Knopf an dieses Stadtderby machen können. Allerdings waren die Voraussetzungen alles andere als optimal. Mit Karina, erstmals nach ihren Schulterproblemen wieder voll dabei und Vanne O., nach ihrer Gehirnerschütterung aus dem Ebersbach Spiel noch gehandicapt, gingen wir ohne fitte Spielmacherin aufs Feld. Einige Ausfälle in den letzten Trainingseinheiten trugen auch nicht zu einem harmonischen Spielfluss bei. Und DANN, nicht zu vergessen, das Fehlen unserer Abwehrwaffe gegen starke Halblinke, der Motor nach vorne in der 2. Welle, unsere Lari musste kompensiert werden. Deshalb: Klasse Leistung unserer Mädels und ebenso die unserer Fans, wie immer unser Rückhalt. Immer noch an Krücken aber eine treue Kraft am Kampfgericht und unverzichtbar für uns, die Lena, genauso die 2 Kreuzbandgeflickten, die Meike P. und unser Nordlicht, die Annika sowie Meike J. standen uns hilfreich zur Seite.

Freuen wir uns auf einen schönen Saisonabschluss, auf unsere Party am 1. Mai und auf die Almhüttn am 09. Mai.

Ganz besonders freuen wir uns über unseren neuen Mann im Trainerstab, den Christian Straub, der zum 2. Mal bei einem Spiel von uns dabei war und uns mit seinem Handballsachverstand nächstes Jahr zur Verfügung steht. Zuerst steht aber noch ein Abschiedsspiel am 12.05. gegen seine CVJM Mädels an, in dem wir ihn auslösen müssen.

Am Ball waren: Olli, Jana (1), Karina (5), Vanne O. (2), Marina (4), Lisa (1), Sarina (2), Ana (3), Nici (4), Jessi, Verena (1) Nina, Andrea und Vanessa. Auf der Bank, nach wochenlangem Reggaewahn wieder an Bord: Marc Wendel
Es zeichnet: f8, falls einer was dagegen hat. Immer locker nehmen.

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